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Die Pest - der schwarze
Tod
Im Mittelalter war Pest eine unterschiedslose
Bezeichnung für alle tödlichen, epidemieartig auftretenden
Krankheiten.
Heute benennt man mit Pest ausschließlich eine
schwere, ansteckende Infektionskrankheit bei Nagetieren und Menschen, die von
dem Bakterium Yersina pestis hervorgerufen wird.
Beim Menschen kommen drei Formen der Pest vor:
die Beulenpest, die Lungenpest und die Pestepsis.
Die Beulenpest
verläuft ohne Behandlung in 30 bis 75 Prozent aller Fälle
tödlich. Für die Lungenpest liegt die Sterblichkeit bei 95 Prozent,
und wer an der Pestepsis erkrankt, stirbt fast immer. Erhalten Pestkranke eine
angemessene Therapie mit Antibiotika, sterben nur fünf bis zehn Prozent von
ihnen.
Symptome und VorbeugungDie ersten Symptome der Beulenpest sind Kopfschmerzen,
Übelkeit, Erbrechen, Gliederschmerzen und ein allgemeines Unwohlsein.
Die Lymphknoten in der Leistenbeuge, den
Achselhöhlen und am Hals schwellen an und schmerzen. Das Fieber ist von
Schüttelfrost begleitet und steigt auf 38,3 bis 40,5°C. Puls und
Atmung sind beschleunigt, und der Kranke wirkt erschöpft und
teilnahmslos.
Die Beulen schwellen stark an.
Falls die Krankheit nicht tödlich verläuft,
geht die Temperatur nach etwa fünf Tagen zurück, und etwa zwei Wochen
später hat sie wieder den Normalwert erreicht. Andernfalls tritt nach etwa
vier Tagen der Tod ein.
Bei der Lungenpest tritt zunächst schleimiger, mit
dunklem Blut durchsetzter Auswurf auf, der später dünnflüssig und
hellrot wird.
Die Pestepsis zeigt sich zunächst durch
plötzlich einsetzendes, hohes Fieber; innerhalb einiger Stunden färbt
sich die Haut der betroffenen Person dunkelrot, und oft stirbt der Kranke noch
am selben Tag.
Die dunkelrote Farbe, die bei allen Pestkranken kurz vor
dem Tod auftritt, ist die Folge des Atemversagens; sie hat der Pest den Namen
„Schwarzer Tod“ eingebracht.
Die Pesthäufigkeit lässt sich durch viele
Vorbeugungsmaßnahmen vermindern, wie zum Beispiel durch bessere
hygienische Verhältnisse, direkte Bekämpfung von
Ratten...
Hungersnöte, die zu einer geringeren
Widerstandskraft gegen die Krankheit führen, begünstigten die
Ausbreitung.
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