|
| "Euthanasie" im NS-Staat: Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens"
|
| |
Interessante Aufarbeitung eines verdrängten Themas
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: "Euthanasie" im NS-Staat: Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens" (Taschenbuch) Wie wir Deutschen mit den Juden oder den Sinti und Roma verfuhren, ist uns heute weitestgehend bewusst. Dass wir aufgrund scheinbarer rassischer Merkmale einen industriemässig betriebenen Mord veranstalteten, ist jedem beuwsst. Mordlager wie Auschwitz, Treblinka oder Sobibor sind so vielen auch im Land der Täter ein Begriff, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus abgearbeitet scheinen.
Aber auch der Holocaust hat seinen unmittelbaren Vorläufer. Die Vernichtung "lebensunwerten Lebens" begann in einem Mord am eigenen Volk, an "Schwachsinnigen" und chronisch Kranken. Gaskammern entstanden in Kliniken, und der Vorläufer der Deportation war der Abtransport Kranker in diese Vernichtungsanstalten. Durch eine gemeinnützige Transportgesellschaft.
Als das Volk merkte, dass die Führung so ruchlos mordete, kam es sogar hierzulande zum Widerstand. Die Gaskammern in den Kliniken wurden eingemottet. Aber skrupellose Rassehygeniker mordeten weiter, mit Hungertod und Betäubungsmitteln, Alte, Kinder und wehrlose Kranke.
Vor den Juden kamen die Volksgenossen. Rassenhygiene konnte niemals enden, sie war von den Nazis als von oben auferlegter darwinistischer Ausleseprozess angelegt.
Wer wissen will, woher die grosse Befangenheit gegen Gentechnik, als Umgestaltung des Menschen, oder gegen das Töten unrettbar Kranker, die das selbst wollen, kommt, findet hier die Antworten und den Ursprung. Frühere "Weltverbesserer" und "Rasseverbesserer" hielten auch den Mord im Namen scheinbar hehrer Ziele für gerechtfertigt, und Ungleichheit und Abweichen von der Norm waren Anlass genug für staatliche Tötungshandlungen.
Euthanasie war ursprünglich nicht das, was heute in den Niederlanden erlaubt ist: Sterbehilfe. "Eu" bedeutet gut und "Thanatos" Tod. Aber der "gute Tod" der Nazis war die Hinrichtung im Namen der Gesellschaft, nicht auf die Erlösung von Schmerz ausgerichtet.
Wo der Mensch nur zum statistischen Begriff einer Kosten-/Nutzenrechnung verkommt, zum genormten Erbringer von Leistungen, zum Spielball derer, die sich anmassen, die Schöpfung neu schreiben zu wollen, ohne ethische Mindestgrundsätze, dort lauert auch heute noch das Gespenst und der Geist eben dieser Euthanasie im Schatten.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 13. März 2003 | | |
| | | | |
| | | Zur Übersicht ... |
 |  |  |  |  |  | | |
| |
Angebote zu , , ab 1 Euro!
|
| Siehe auch folgende Artikel: |
|
| | | Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer Dokumente zur "Euthanasie" Medizin ohne Menschlichkeit: Dokumente... Was sie taten. Was sie wurden: Ärzte, Juristen und... Lebensunwert - zerstörte Leben: Zwangssterilisat... Grafeneck 1940: Die Euthanasie-Verbrechen in S...
|
| | Mehr zu Frauenforschung, Nationalsozialismus, Nationalsozialismus, Euthanasie, Medizin im Nationalsozialismus, Nationalsozialismus allgemein, Faschismus, Politikwissenschaft
|
| | Home ..., , Begleitseite ... |
|
|
| | Herausgeber dieser Seite ist DomainLoc.com GmbH - Partner von |
Copyright © DomainLoc.com GmbH (Impressum) |
| |